Lichtmess „Tag des geweihten Lebens“

Meditation und Kunst, Sonntag 02.02.2020

Meditation uns Kunst findet diesmal an „Maria Lichtmess“ statt, dem „Tag des geweihten Lebens.“
Lichtmess war schon immer ein wichtiger Tag. Es wurde die Rückkehr des Lichtes gefeiert. Der Lebenssaft stieg langsam wieder in die Natur, in Bäume, Pflanzen und Menschen. Sie inspirierte nicht nur die Künstler Dichter und Sänger, sondern sie regte auch den hormonellen Rausch der Verliebten an.

Auch in anderer Hinsicht war der 2. Februar in früheren Zeiten von größter Bedeutung. An Lichtmess erhielten die Dienstboten den Jahreslohn; sie konnten sich bei ihrem Dienstherrn neu verpflichten oder den Arbeitgeber wechseln. Die Zeit bis Agatha (5. Februar) war eine Art von vertraglich gesichertem Nichtstun.

Dieser Müßiggang ist die Basis für Innenschau und Kreativität, für ein Lauschen und Ausrichten auf das was das Jahr uns bringen wird.

Herlich willkommen zu „Meditation und Kunst.“ am 02.02.20
Der Eintritt ins Museum ist an diesem Tag frei so dass es sich anbietet vor der Meditation das Museum zu erforschen.
Los geht die Meditation um 17 Uhr, seid bitte 10 Minuten zuvor da.

Ich freue mich auf Dich!
Alexander Prier – Spurwechsel Coaching
http://www.alexanderprier.de

(PS: Das Bild ist von Markus Ixmeier (www.facebook.com/markus.ixmeier)

ixi weinbergslicht

Wer noch weitere Infos zu diesem speziellen Tag möchte, hier ein paar Worte von Wolf-Dieter Storl:
Die Percht, das Fest der Lichtbirke und die Fastnacht
40 Tage nach Weihnachten folgt Lichtmess. Die jungfräuliche, weißgewandete Göttin Brigid tritt in Erscheinung. Wo sie wandelt, keimen unter dem Schnee die Samen, Schneeglöckchen und Hasel blühen und der Saft steigt in die noch kahlen Bäume. Mit ihr kommt der Bär aus der Höhle, schnuppert die Luft und schaut, ob die Sonne scheint. Wenn es zu hell ist, geht er für weitere sechs Wochen wieder zurück in die Höhle – dann wird es einen späten Frühling geben. Als es in unseren Breiten keine Bären mehr gab, schauten die Bauern auf das Erscheinen des Dachses. In Nordamerika beobachten die Farmer das Waldmurmeltier. Lichtmess ist dort Murmeltiertag (englisch: groundhog day) und gilt, wie es die keltische Überlieferung will, als magische »Zeit zwischen der Zeit«.
In manchen Regionen, wie in Thüringen, sah man nun die weiße Göttin auf einem Hirsch über das Land reiten. Es heißt, der Sonnenhirsch macht zu Lichtmess einen Sprung, sodass die Tage merklich länger werden.
Schon in der Steinzeit zapften die Menschen zu dieser Zeit die Birke an, deren Saft reinigend und entschlackend ist, und – falls vergoren – berauschend wirkt. Die Birke war überall der weißen Göttin geweiht und symbolisiert bis heute Neuanfang und Reinigung. Die Römer feierten ihre Version des Reinigungsfestes und nannten es Februa – daher der Monatsname.
Das archaische Fest wurde von der Kirche als Mariä Lichtmess beibehalten und zur »Reinigung Marias« umgedeutet. Gläubige Christen bringen an diesem Tag ihre Kerzen in die Kirchen, um sie weihen zu lassen. Im Haus steht der Frühjahrsputz an. Den ganzen Februar hindurch zieht die alte Göttin in der Gestalt der Percht oder Berta mit ihrer Geisterschar durchs Land. Die Menschen werden davon mitgerissen und feiern jetzt Fastnacht, Fasching, Karneval und andere Narrenfeste. Es ist die Urkraft der Wildnis und des Waldes, die in Gestalt von Naturgeistern, Teufeln und Hexen über die kultivierte, zivilisierte Welt herfällt. Da es sich um Geister handelt, können sie auch durch die Köpfe der Menschen ziehen, sodass diese selber wild, närrisch und geil werden. Die traditionellen Masken der alemannischen Fasnet sind getreue Abbildungen der einst hellsichtig geschauten wilden Geister, die durchs Land zogen.
Diese Kreaturen der ungezähmten Wildnis regen zum lustvollen Treiben an. Das Wort Fastnacht hat nichts mit Fasten zu tun, wie es uns die Kirchendoktrin glauben machen will. Es kommt vom neuhochdeutschen Wort faseln und bedeutet gedeihen, fruchtbar machen.
Bei den Kelten und Germanen sah man die Große Göttin als Hausfrau, als Husfreyja, Frau, wie auch der Name Freya, bedeuten ja nichts anderes als Herrin –, daher hatte sie die Schlüsselgewalt. Das heißt, sie allein trug den Schlüsselbund, mit dem man alle Türen,Tore und Truhenschlösser öffnen konnte. Die Himmelsschlüssel oder Schlüsselblumen (Primula), die zu dieser Zeit anfangen zu blühen, galten als die Schlüssel der Freya, mit der sie das Tor aufschließt, sodass der Lenz eintreten kann.
Die Göttin und ihr Schlüsselbund lebten noch lange in den Sagen fort, wie etwa in folgender schwäbischer Erzählung:

Die Jungfrau mit der Schlüsselblume
Eine weiße Jungfrau erschien einem Hirten, der bei einem Felsen einsam seine Schafe hütete. Sie schenkte ihm eine Schlüsselblume und sagte: »Damit kannst du den Felsen aufschließen. Drinnen wirst du Schätze finden.Aber vergiss das Beste nicht!«
Der Hirte wunderte sich nicht lang. Nachdem die Geisterfrau verschwunden war, versuchte er sein Glück. Er berührte die Felswand mit der Blume und – siehe da – sie öffnete sich. Ganze Berge von blitzenden Edelsteinen, Gold und Silber lagen da. Wie im Rausch füllte er seine Taschen. Die Schlüsselblume aber ließ er achtlos liegen. Ohne diese, jedoch, konnte er das Felsentor nie wieder öffnen. Er hatte das Beste vergessen.
Die Kirche übrigens beraubte die Göttin der Schlüsselblume und gab sie dem Petrus. Mit dem Bund Schlüsselblumen schließt er seither den guten Seelen die Himmelspforte auf.

 

 

https://www.facebook.com/events/995806134123838/


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