Gedanken zur Sonnwende. Eins sein, mit dem was ist.

Hallo Freu(n)de,

Die Tage kamen mir ein paar Gedanken zur Sonne. Kein Wunder, wir sind gerade in den längsten Tagen des Jahres. Gestern war Sonnwende.

Leben wir nicht alle unter der selben Sonne? Egal wie lange und wie stark sie scheint.In vielen Religionen wurde früher die Sonne verehrt. Heute ist der Sonnenkult weitgehend ausgestorben. Warum eigentlich? Es könnte der einfachste Weg zum Weltfrieden sein. Auf die Sonne kann keiner ein Alleinstellungsmerkmal einfordern, man kann sie nicht wegsperren, gefangen nehmen, verbieten, unterdrücken.

Niemand kann sich mit „seiner Sonne“ ernsthaft über den anderen stellen. Die Sonne des Nächsten ist genau die gleiche, wie die von allen. Und man müsste schon sehr trump sein, um das zu verleugnen.
Könntest Du Dir vorstellen, dass das, was für die Sonne gilt und so leicht nachvollziehbar ist, auch für die Religion eint?
Die Wissenschaft hat seit über 100 Jahren bewiesen, dass alles eins ist. Das sich alles um ein und das selbe dreht. Auch in der Religion.
Und wieso trennen wir dann auch heute noch und führen Krieg? Mein Spielzeug ist das Schönste, meine Religion die Beste.
Sollten wir in der neuen Zeit dem nicht längst entwachsen und Selbst erwachsen sein?
Stattdessen gibt es so viele religiöse Konflikte wie nie auf dem Planeten.
Dazu ein kleiner Schwank aus meiner Jugend.
Ich schwor ich mir früh, niemanden wegen seines Äußerem zu bewerten.
Grund, war eine schreckliche Jugend, in der mir nur die Musik und die Natur Ablenkung schenkten. Vor was? Ich musste zuhause Frohndienst betreiben. Mein Vater hatte die glorreiche Idee ein Haus zu bauen. Am glorreichsten dabei war, den hochpupertären Sohn im Vorfeld nicht in das Projekt einzubinden. Dafür dann in der Bauphase umso mehr. Mein Wochenendplan war perfekt ausgeklügelt: Freitags so lange wie möglich in der Disko mit Housemusik und Alkohol betäuben. Und dann Samstag auf dem Bau, noch völlig blau, so wenig wie möglich mitbekommen.
Samstag Abend ging es dann meist zum Ausnüchtern in die Natur. Ich warf die Angel aus und statt es bis Sonntag einfach gut sein zu lassen, war der Fokus nun auf dicken Fischen.
Körperlich drückte sich diese Spannung in der krassesten Akne des Universums aus. Heute ist mir klar, ich fühlte mich in meiner Haut nicht wohl. Am schlimmsten waren die Blicke der anderen. „Die arme Sau“. Wenn du jemanden nicht auf Augenhöhe in die Augen schaust, und immer direkt bewertet und in eine Schublade gesteckt wirst, ist das etwas Fürchterliches. Denk mal darüber nach, wenn Du einen Menschen wieder in die Kategorie Flüchtling, schwul, schwarz, klein, dick, groß, behindert, harz, was auch immer steckst. Kannst Du Dich nicht zur Abwechslung einfach einmal nur auf den Menschen fokussieren? In ihm pocht das selbe Herz wie in Dir! Und es sehnt sich einfach nur nach Annahme, nach Liebe. Egal wie es sich hier durch all die Erlebnisse und Erfahrungen jetzt ausdrückt.Gute 10 Jahre später fand die Sehnsucht nach Gleichwertigkeit eine beeindruckende Unterstützung. Auf dem Jakobsweg nach Santiago tauchte ich tief in die Geschichte der Templer ein. Diese Ritter beschützten nicht nur die Pilger auf der gefährlichen Reise, sie bauten auch zahlreiche Kirchen. Die Gotteshäuser vereinten Elemente von drei Weltreligionen, der Christen, der Juden und der Moslems. Die Templer wussten um den gemeinsamen Ursprung allen Lebens und die darin enthaltene Lebenskraft. Dies lies sie nicht nur eine geistige Kraft entwickeln, sondern auch weltliche Macht aufbauen und für die katholische Kirche schnell zu mächtig sein.

Worauf will ich hinaus?

Achte auf das, was uns allen gemein ist.
Unseren gemeinsamen Nenner.
Das was die Physik das Nullpunktfeld nennt, die Einheit, das Selbst.
Konzentriere dich auf das Göttliche! Und trenne Dich nicht weiter davon.

Fange direkt jetzt damit an. Wo erkennst du etwas Göttliches?
Und lass deine Muster und Mantra’s weg.
Alles ist Gott. Klar, wenn du aber gerade den entscheidenden Elfmeter verschossen hast, dich der Chef, die Kinder, der vor dir spielende Künstler ärgert, der alles andere als Gott klingt, dann bringen dir kluge Sprüche gar nichts.
Doch wie klingt Gott? Was ist göttlich? Klingt das nur noch schön, oder darf es auch mal eine große Disharmonie, Dissonanz, ja ein Konflikt sein?
Machen diese Klänge das Ganze nicht vielleicht erst rund?
In der Musik, genau wie bei den Menschen, bei dir Selbst.

Also, siehst du jetzt und hier etwas, dass dir wirklich wunderbar erscheint?
Das kann ein Duft sein, der dich tief berührt, ein Geräusch, dass dich eins sein lässt,
ein Bild, vielleicht ein schöner Frauen-, oder Männerkörper. Oder hey, am naheliegensten, der Blick in den Spiegel.
Es mag sogar sein, dass du dich Selbst irgendwann auch in dem Unschönen vollkommen annehmen kannst und damit die Bewertung einlädst sich und das ich aufzulösen. Für den Anfang bleibe bei etwas, das dich angenehm berührt.

Und dann gib dich vollkommen diesem Wunderbaren hin. Sei eins mit ihm. Atme es in den Körper, in dein Herz, in das Herz allen Seins…

Einatmen. Dieser Moment.

Ausatmen. Wunderbarer Moment.

Hier verbindet sich das Wunder am liebsten mit der aufgehenden Sonne.
Vielleicht, weil durch sie direkt die verschiedensten Sinne berührt werden.
Die Augen und die Haut durch das zunehmende Licht, die Ohren dank des erwachenden Vogelkonzertes. Und für Profis: Versuche die Sonne einmal zu riechen und zu schmecken.
In dieser morgentlichen Ausrichtung zentriert mich stets das indische Sonnengebet. Ich habe es nirgends im Internet gefunden, doch es geht in etwa so:

Die heute aufgehende Sonne begrüße ich.
Du steigst zu den höchsten Himmelsstellen empor.
Verbrenne all meine Krankeiten und seelischen Schmerzen.
 
Ich begrüße auch die Vögel
sie mögen meine Sorgen zum Himmel tragen,
all meine Ängste und Krankheiten mögen sie mitnehmen. 
Du Sonne kommst mit der ganzen Kraft des Universums,
vernichte alle Feindseeligkeit,
die gegen mich gerichtet ist.
Und alle alle Feindseelichkeit, die ich in mir trage,
vernichte sie auch.

und dann noch frei nach all.is:

Der Segen der Sonne führt mich heute durch den Tag.
Er lässt all meine Zellen leuchten und vollkommen gesund sein.
Er lässt die Liebe und das Göttliche erstrahlen.
In mir und in allem was ist.

Amen.

Gehab Dich wohl Geliebtes. Und lass die Trennung. Du bist DAS, Wunderbar!

all.is

 

ps: Wenn Du dies wiedereinmal direkt erleben willst. Ohne auch nur irgendetwas tun oder sein zu müssen, dann schau einfach hier vorbei.

Sa. 8.7. Satsang mit Premdas in Fuchsstadt/ Würzburg

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