Einfach (erfolgreich) sein.

Hallo Freunde,

die Tage hatte ich ein Gespräch, dessen Essenz ich gerne mit euch teilen möchte. Die Erfahrung vieler Coachings hat mir gezeigt, dass dieses Problem viele Künstler berührt. Vielleich auch Dich!?

Es ging um den Wunsch, mehr Leichtigkeit in die Arbeit zu bekommen. Beim Künstler war das Gefühl, für all die kleinen Erfolgsschritte hart gearbeitet zu haben, während links und rechts viele scheibar aus dem Nichts durchgestartet sind. Vielleicht kennst Du das. Im Laufe der Unterhaltung zeigte sich, dass der Vater auch hart für seine beruflichen Erfolge kämpfen musste. Die Moderne Psychologie kommt zu dem Konsens, dass so gut wie all unsere heutigen Probleme auf die Prägungen der Kindheit zurückzuführen sind. Die guten Erfahrungen, die uns aufgebaut, gestärkt und begeistert haben, uns also positiv berühr(t)en, sind Ursprung unserer Sonnenseiten. Dementsprechend wird dieser Anteil unseres Selbst das Sonnenkind genannt. Die Erfahrungen, die uns klein machten, ausbremsten, traurig, wütend, ohnmächtig, ängstlich sein liessen, uns also negativ berühr(t)en, sind der Ursprung unserer Schattenseiten, unseres Schattenkindes. Dementsprechend gründen hierin auch unsere heutigen Stärken und Schwächen. Der eine ist gut organisiert, strukturiert, aber oft fühlt sich alles recht schwer an. Der andere schwebt durchs Leben und verliert darin gerne mal den Boden unter den Füßen. Das Leben fühlt sich hier nach einem ständigen Auf und Ab an. Wo der eine Leichtigkeit und Flügel braucht, ist für den anderen Erdung und Wurzelnschlagen angesagt, um die alten Hamsterräder verlassen zu können.

Die Hamsterräder sind unsere Glaubensmuster, Sichtweisen, die wir als Kinder von unseren Eltern übernommen haben. Wir hielten damals Vater und Mutter für unendlich weise und haben uns an ihren Mustern selbst ausgerichtet. Irgendwann beginnen wir zu erkennen, dass die Welt nicht nur schwarz und weiß ist und es viele wundervolle Farben dazwischen gibt. Wir gehen unseren eigenen Weg. Und doch funken uns die alten, über viele Jahre verinnerlichten Einstellungen immer wieder dazwischen. Das muss nicht schlimm sein. Meinen Gesprächspartner schätze ich als überaus angenehm, freundlich, offen und sehr geerdet. Was in dem Zirkus des Nachtlebens nicht so häufig aber umso wichtiger ist. Und doch glaube ich, wünscht sich jeder von uns auch einfach mal, die Leichtigkeit des Seins auf seiner Seite. Mein Freund hat die Basics perfekt gelegt. Als Künstler ist er über 20 Jahre peu a peu gewachsen. Nicht wie ein Strohhalm, der zwar jedes Jahr Ernte abwirft, aber auch schnell umknickt und jedes Jahr von neuem alles aufbauen muss. Ehr wie eine Eiche, die beständig, Jahr für Jahr neue Wachstunsringe bildet, deren Wurzeln immer tiefer in die Erde gehen und beständig mehr Blätter im Wind tanzen lässt. Das ist keine Bewertung, mehr eine Wertschätzung. Und das gute Gefühl, dass auf dieser Basis der Erfolg früher oder später automatisch kommen muss. Wenn man Geduld hat. Und die haben Eichen meines Wissens. Das soll nicht heissen, dass Eintagsfliegen weniger wert sind. Auch sie haben ihren Sinn im großen Ganzen. Für die Fische sind sie ein Festmahl und eine echte Kraftnahrung. Wenn Du Dich Selbst wie eine Eintagsfliege fühlst, kannst Du ja mal in Dich gehen, was Du brauchst. Leichtigkeit könnte Deine Stärke sein, Erdung, Stabilität, Ausdauer etwas das Dir gut tut.

Lust auf ein Spiel?

Tauche einmal in Dich Selbst und schau, mit welchem Bild aus der Natur Du Dich am wohlsten fühlst. Ist es eine Pflanze oder ein Tier? Und was berührt Dich besonders?

Die Stärke und der Duft eines Nadelbaumes, oder die wundervoll blauen Blüten der Wegwarte? Die Berührung einer Brennnessel die Dich sofort ins Jetzt und Hier bringt. Ihre Blätter auf der Pizza und ihr Samen im Müsli?

Der Löwenzahn mit seinen gelben Blüten, seinem milchigen Saft, seinen Wurzeln, die geräuchert so süß riechen und Deinen Smoothie’s den entscheidenden Kick geben?

Die Fruchtbarkeit eines Frosches, die Klarheit eines Adlers, die Vorsorge eines Hamsters, die Klugheit einer Schlange. Oder ist es die Faulheit des Löwen. Weißt Du, dass der Löwe fast nur chillt und (falls er der Boss ist) sich um seine Nachfahren kümmert. Nicht in dem Sinne, dass er seine Kinder aufzieht, er fokussiert sich lieber auf den Teil, der Spaß macht… 😉 Und sowas wird der König der Tiere genannt. Könnte man sich ein Scheibchen von abscheiden, meinst Du nicht auch?

In diesem Spiel kannst Du einiges über Dich erkennen. Was fasziniert Dich? Welche Energie brauchst Du gerade in Deinem Leben? Ist es eine Pflanze, dann kannst Du Dich oft sehr einfach mit ihr verbinden. Als Tee, Tinktur, Smoothie, im Salat, als Bad, Verreibung, Duft, die Möglichkeiten für eine Berührung sind wirklich vielfältig und super easy.

Bei einem Tier ist es etwas abstrakter. Klar, Du kannst ein Haustier als Dein Krafttier haben und viel Zeit mit ihm verbringen. Aber auch zb ein Adler, eine Schlange, ein Elefant oder eben ein Löwe symbolisieren wertvolle Kräfte und könn Dich überall begleiten. In Deinen Träumen, im Alltag, in besonderen Situationen. Du musst nur daran denken, die Energie bewusst sein lassen. Das ist übrigens keine Esotherik, sondern einfach eine Essenz aus ein paar Jahrtausenden Menscheitsevolution. Mir hat beispielsweise einmal eine Wildschweindiät echt Kraft gegeben. Es war der Herbst als unser Sohnemann Noah in den Kindergarten kam und jeden Tag neue Viren bei uns zu Hause einbürgerte. Die Diät sah also folgendermaßen aus: Ich aß jeden Tag eine Wildschweinbratwurst und hatte ab der ersten „Pille“ echt einen neuen Kraftschub.

Also, an alle da draussen, die sich nur noch von Luft und Liebe ernähren, die sich nichtmal trauen den Honig der Bienen zu kosten: Gebt Euch mal eine gute Wildschweinwurst, das ist Power pur und die Säue freut es auch, dass man sich endlich wertschätzt. Fragt mal Obelix.

Schliessen wir den Kreis.

Gestern in der Sauna kam der Impuls, mein Freund hat den Glaubenssatz „Ich muss immer hart arbeiten, um Erfolg zu haben.“

Könnte er mal wirken lassen. Und der Sache auf den Grund gehen. Dort kann diese „Wahrheit“ dann ins wanken geraten, ausgehebelt werden und in Einstellungen fliessen, die stimmiger, leichter, begeisternder sind.

„Ich verdiene Erfolg und zwar in Leichtigkeit.“

„Das Leben ist leicht und voller Freude.“

„Beruflicher Erfolg strömt mir ganz einfach zu.“

„Ich bin einfach erfolgreich.“

Wusstest Du, dass im ganzen Kosmos alles einfach den Weg des geringsten Widerstandes geht. Da die Natur ist die größte Erfolgsgeschichte der Evolution ist, könnten wir uns auch einfach diesem Lebensstrom anvertrauen und von ihm tragen lassen. Can u feel it? Wenn nicht, schau mal deep…

Das Geheimnis der Affirmationen ist, den Ursprung zu erkennen und wie Eis in der Sonne schmelzen zu lassen. Dann ist sie effektiv. Dann kann der Geist die Materie beherrschen und die Macht mit Dir sein. Solange wir auf unsere alten Muster einfach etwas draufpacken, wird sich nichts verändern. Denn in der Tiefe unseres Herzens glauben wir nicht daran. Ich bekam von unfundiertem Schöngerede immer eine heftige Allergie. Klar, wie willst Du selbst mit der tollsten Affirmation etwas wirklich lösen, nur weil Du es ein paar mal sagst oder denkst. Und in Dir viele Jahre Überzeugung des alten Musters stecken. Du musst tief rein, es fühlen, loslassen und erkennen „deep down low, all is flow“. Ich selbst affirmiere nicht viel, aber es gibt ein, zwei Herzensthemen, denen ich mich mittlerweile echt häufig und gerne widme. Zum einen hat etwas in mir keine Lust mehr auf die alte Scheiße. Zum anderen macht die Meditation Spaß und lässt mich gleich die Neue Energie spüren.

Wie? Natürlich, wie immer ganz einfach:

In der Natur, zb an einen starken Baum gelehnt, mache ich die Übung gerne mit meinen Klienten. Hier, in der Weite der Natur, zeigen sich meist sehr schnell die persönlichen Themen und ihre Lösung.

Für zu Hause schenke ich Euch folgende leichte und sehr effektive Übung. Mit etwas Erfahrung kannst Du sie immer machen, vor allem auch in Situationen wenn Dich etwas unangenehm berührt und Du das Alte wie Eis in der Sonne schmelzen lassen möchtest.

1/ Leg Dir Deine Lieblingsmusik auf, setze oder leg Dich hin, schliesse Deine Augen und atme ein paar mal tief in Dein Herz. Anfangs kannst Du Dich gerne nochmal in das alte Muster einfühlen. Geh einmal ganz tief, wie lange kennst Du es schon? Wahrscheinlich bis in die Kindheit. Spüre die Wut, die Angst, die Trauer, den Neid, was auch immer da ist.

Alles darf sein. Gib dem Gefühl Raum. Spüre es, freue Dich, dass es sich zeigt, schätze es wert. Damit schenkst Du Deinem Inneren Kind endlich wieder einmal Aufmerksamkeit. Falls Bilder der alten Verletzung kommen schau sie Dir an und sag dem Kind in Dir, dass Du nun erwachsen bist und Verantwortung für diesen Anteil übernimmst. Dass Du Dich freust, nun eine Verbindung zu diesem Teil, dem wohl Wichtigsten in Dir, aufzubauen. Dass Du nun immer für das Kind in Dir da bist und seine Gefühle achtest.

Und dann fühle wie es sich löst. Wie fühlt es sich an, wenn das Kind nicht mehr allein ist? Wenn in der Situation, die es damals verletzte, nun Du da bist und es beschützt?

Diesen ersten Teil kannst Du solange machen, wie Dich negative Gefühle berühren. Irgendwann gehst Du dann direkt zum angenehmen zweiten Teil über:

2/ Spüre wie sich die Energie anfühlt, die Du so vermisst. Also lege einmal die Hände aufs Herz und fühle, wie zb die Leichtigkeit sich anfühlt. Wie war Deine Lieblingsaffirmation?„Das Leben ist leicht und voller Freude.“ , „Beruflicher Erfolg strömt mir ganz einfach zu.“ oder „Ich bin einfach erfolgreich.“ ? Atme diese Einstellung ganz bewusst, ganz tief, ganz sanft in Dein Herz und fühle es im ganzen Körper, in jeder Zelle.

Lass es fett werden und bade darin.

Ja, das ist es was Du eigentlich bist. Vor all dem alten Scheiß, den Du jetzt echt nicht mehr brauchst!

Du kann Dich mit dieser Energie auch in Form einer buddhistischen Atemmeditation verbinden:

Einatmend ziehe ich Erfolg an, ausatmend teile ich ihn mit allem was mir begegnet.

Einatmend bade ich in der Leichtigkeit des Seins, ausatmend fliesst sie in alle meine Angelegenheiten.

Ein: Jetzt. Aus: Hier.

Diese Atemmeditation kannst Du natürlich überall machen. Auf Reisen, vor einem Auftritt, im Aufritt, nach dem Auftritt, in der Badewanne, vor dem Einschlafen, nach dem Aufwachen, an der Schlange im Supermarkt, überall und unbedingt. Es braucht nur Dein Bewusstsein, Dein SelbstBewusstSein dafür.

Diese kleine Übung baut auch eine Brücke in die Essenz der Achtsamkeit. Ihr wichtigstes Gut ist, zu erkennen, wenn wir wieder in ein Drama gerissen werden wollen. Und dann innezuhalten, Abstand zu gewinnen, einfach einmal bewusst zu atmen, bevor wir reagieren. Doch dazu ein andern mal mehr.

Allen, die zusätzlich zu den Gedanken noch etwas Theorie möchten, empfehle ich eine meiner absoluten Lieblingslektüren:

„The lazy way to sucess – ohne Anstrengung ALLES erreichen“ von Fred Gratzon.

Wie einfach es manchmal gehen kann zeigt „A a a a a Very Good Song“. 10 Minuten Stille. Mehr nicht. Aber auch nicht weniger. Ist es Dir 99 Cent wert, endlich Deine Ruhe zu haben? Dann geht es Dir so wie Vielen, denn dieses Musikvermeidungsstück schaffte es zeitweise bis auf den 35. Platz der iTunes-Charts. „Samirs Debüt ist echtes ein Meisterwerk, das jeden Tag wahrhaft wunderbar werden lässt.“ ist eine der Rezensionen. Wen dieses vermeintliche „Wunder“, das eigentlich nur einen praktischen Bedarf bedient, näher interessiert, liest einfach hier: https://www.welt.de/kultur/article167868083/Warum-ein-Lied-ohne-Ton-jetzt-die-Charts-erobert.html

Wer mehr zum Thema Stille hören möchte (ha, ich meine natürlich lesen), der schaut einfach wieder die Tage bei SelbstBewusstSein rein. Passend zur besinnlichen, stillen Zeit darf das Thema in den kommenden Wochen nicht fehlen. Gerade uns Musikern tut Stille oft so gut. Aber wem erzähle ich das.

Einatmend bin ich still.
Ausatmen bleibe ich dabei.

Das ist der größte Erfolg.

Und dabei so einfach.

Ist es nicht? 😉

Amen.

 

 


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