Über das Träumen, das Fliegen und das ultimative Verkacken.

Ahoi zusammen,

eine Sache wollte noch unbedingt vor dem heiligen Feste raus. Die Tage starten wieder die Rauhnächte. Für manche ab dem 21.12., der Wintersonnwende, der dunkelsten Nacht, für manche ab der Weihnachtsnacht. So oder so: Es ist eine seit vielen Generationen heilige Zeit. In ihr sagt man, ist der Schleiher zwischen den Welten am feinsten, am durchlässigsten. In ihnen wurde möglichst nicht gearbeitet, sondern nur gefeiert, wahrgenommen und in der Familie gelebt. Also eine ideale Gelegenheit einmal deep down, tief in sich zu schauen was da so alles da ist, beachtet und gefühlt sein will.

Die leichteste Einladung dazu sind unsere Träume. Seit Jahren fasziniert mich das Thema des Klarträumens. Dich vielleicht auch. Die Möglichkeit bewusst zu träumen hat in alten Yogaschulen eine lange Tradition. Und wie es der Zufall so will, interessiert sich die Psychologie auch seit einigen Jahren sehr dafür. Die Möglichkeiten, bewusst im Traum Orte, Zeitalter, Situationen zu bereisen, Persönlichkeiten zu treffen, Unmögliches, Verrücktes zu machen, die Grenzen neu auszuloten sind einfach zu spannend um ignoriert zu werden. Und so spielen immer mehr selbsternannte Oneironaten in Ihrem Schlaf und fangen an Ihre Träume bewusst zu (be)leben.

Es gibt zahlreiche Techniken um im Traum zu erwachen und sich klar zu werden, dass man träumt. Basisarbeit ist das notieren der Träume, am besten direkt nach dem Aufwachen und idealerweise auch jeden Tag. Idealer Startpunkt ist genau jetzt, während der Rauhnächte, wenn die Träume besonderns aussagekräftig und spannend sind. Versucht es mal, ich habe die Erfahrung gemacht, dass uns Träume sehr oft interessante neue Sichtweisen auf unser Leben schenken. Perspektiven, die wir in unseren Alltagstrott so nur selten erfahren. (Natürlich abgesehen vom touchEd Training … *g* ) Durch die Traumachtsamkeit bestellen wir den fruchtbaren Boten. Samen die uns letztendlich die Klarträume schenken sind sogenannte Reality Checks. Den einfachsten erkläre ich euch kurz: Du suchst Dir eine Situation, die so nur im Traum sein kann. Also zb hältst Du Dir Deine Nase zu. Wenn Du trotzdem atmen kannst, könnte es Dir dämmern „Hey ich träume“. Nun solltest Du im Alltag immer wieder testen, ob Du mit zugehaltener Nase atmen kannst. So lange Du darin bestätigt werden magst, irgendwann merkst Du: Wow, ich kann atmen. Ich kann 10 Meter hoch springen. Ich kann über dem Nachbar sein Auto pinkeln, fliegen und über das Wasser laufen. Die Samen beginnen aufzugehen und aufzublühen. Jetzt könnte es nochmal spannend werden, denn in dieser Euphorie besteht eine große Chance wieder aus dem Traum herauszufallen. Wenn Du es schaffst, gechillt zu bleiben, dann viel Spaß. Enjoy yourself, bleibt dann nur zu wünschen…

Wie beim ersten Sex besteht die Gefahr, es einfach gar nicht mehr zu packen. Kein Problem, solange Du nicht gleich das Zölibat wählst. Also, gib nicht auf und vergiss die Leichtigkeit, das Spielerische darin nicht. Es soll Spaß machen und nur dann hast Du eine berechtigte Hoffnung mit Ricardo, Koze und Nina auf Lovepark zu spielen, oder mit Keira Knightley die blaue Lagune zu suchen.

Es gibt noch viele weitere Tipps fürs Klarträumen, doch die sprengen fürs erste hier den Raum.Wenn es Dich interessiert, können wir hier oder im Training tiefer in die Materie. Im Netz gibt es natürlich auch viele Informationsquellen, zb https://www.klartraumforum.de

Dafür lieber noch einen ganz besonders gut gemeinten Tipp. Wenn Du es wirklich immer wieder verkackst, was man dem Spektakel geschuldet, auch echt keinem übelnehmen kann. Versuch es einfach einmal bewusst zu verkacken. Nimm Dir vor, heute mache ich es einmal ganz besonders schlecht, heute lege ich meine Meisterprüfung im Verkacken ab. Heute lege ich mich schlafen, und wenn ich mir bewusst werde, dass ich träume, dann kegel ich mich ganz besonders schnell wieder raus. (Versuch es ruhig auch mal in anderen Fachgebieten, in denen Du es immer mal gerne vergeigt und gibt uns hier Feedback.)

Viel Spaß. Welcome 2 da klub.

Enjoy yourself: all.is

 

Bild: Fabolous Malo.

 


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