Corona & Glück.

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Glück. Was ist Glück?
Wann sind wir, wann bin ich glücklich?
Gestern durfte ich mich dieser Frage vor laufender Kamera stellen.

2007 beschäftigte mich (aus einem Zustand heraus, den man heute Burn Out nennen würde) genau diese Frage. Damals hatte ich an der Börse viel Geld verdient. Als Herausgeber, Veranstalter und vor allem als DJ war ich im Rampenlicht und durfte auch diesen Nektar intensiv kosten. Doch war ich in und mit all diesen Erfolgen glücklich? Nein, ganz klar NEIN!

Mit am wichtigsten für unser Glück ist, das zu machen was unserer größten Freude entspringt. Aber nicht nur. Ich mache seit 20 nur noch das, auf was ich wirklich Lust habe. Klar das ist super, aber es gibt noch etwas Wichtigeres für das Glück und genau das fehlte mir damals.

Mit 20 war meine Begeisterung Unternehmen zu entdecken, die die Welt ein wenig besser machen und mein Erspartes, 2000 DM in ihre Aktien zu investieren. Nach 9/11 kam es zum Spurwechsel: Meine Vision war Räume zu öffnen in denen Menschen Kraft tanken können. (Dieser roten Faden ist mir bis heute treu geblieben.) In der Kunst konnte ich diese Vision schon auf viele Arten nähren. Warum ich darin trotzdem ausbrannte? Weil mir die Verbindung zu mir Selbst, zur Quelle, zum Flow damals nur durch externe Unterstützung gelang.

Heute weiß und fühle ich:
Frei und glücklich sind wir, wenn wir uns unbedingt von äußeren Umständen machen. Wenn wir unser Wachstum auch im Scheitern erkennen, dann ist es zweitrangig was das Leben uns gerade schenkt. Und wenn wir zu unserer Wahrheit stehen. Dem was eben gerade in uns ist. Liebe, Lachen, Weinen, Streit, für all das ist darin Platz. Und die Kunst in (und aus) all dem im Herzen zu bleiben.

Dazu musst Du übrigens nicht auf den Jakobsweg. Der wahre Camino ist immer Jetzt und Hier. Mal schaun, vielleicht entsteht die nächsten Wochen ein Online Workshop dazu (den du dann selbst in deinem eigenen Tempo gehen kannst).

Vorneweg schon mal ein konkreter Tipp der direkten Umsetzung:

Mag sein, dass ich mich wiederhole. Wie schon seit vielen Jahren ist mein beste Einladung:

+ Geh raus in die Natur.
+ Zumindest am Anfang, für diese 10 Minuten ganz bewusst einmal ohne Blick aufs Handy.
+ Nimm einfach einmal nur wahr was da ist. Was da einfach da ist.
+ Und atme. Atme ganz bewusst. Verankere Dich mit dem Atem in Dir. „Einatmen. Dieser Moment. Ausatmen. Guter Moment.“
+ Und dann konzentriere Dich komplett auf einen Sinn.
+ Versinke für ein paar Atemzüge einmal ganz bewusst in Deinem Riechen. Was riechst Du? Den Main, das Meer, Wald, Wiese, Rose, den Duft Deines Gegenübers? Geniesse das so lange wie Du es eben Jetzt und Hier aushältst.
Wenn das länger als ein paar Minuten ist. Wunderbar! Du bist ein Meister.

In der Natur kannst Du diese Fokusierung sehr einfach trainieren.
Und dann weite dieses Eintauchen in den Moment auf Deinen Alltag aus.
Beim Essen. Beim Spielen. In der Liebe. Beim Kochen. Beim Arbeiten. Im Sport. Oder eben wie gestern vor der Kamera.

Und berichte mir bitte davon. Ich bin nicht mehr darauf angewiesen, aber umso dankbarer über jedes Feedback. Über jeden Samen der in einem Herzen auf fruchtabren Boden getroffen ist.

Sich auf dieses Wunder konzentrieren zu können. Privat und beruflich. Das macht mich jeden Atemzug aufs neue sehr glücklich. Unbedingt glücklich.
Klar gibt es Höhepunkte. Spezielle Erfahrungen auf dem Jakobsweg. Geburt meiner wunderbaren Kinder. Berufliche Erfolge. Auch jetzt kickt mich ein perfekt passender Übergang als DJ und eine schreiende Menge. Genau wie meine sich zankenden Kinder, Streit mitr meiner Frau, kurzsichtige, lobbygesteuerte Politik. Doch ich merke, es kümmert mich immer weniger. Diese Gänsehaut wird immer unbedingter. Sie fliesst oft einfach so. In Gesprächen, im Coaching, beim Essen, in der Liebe, beim Schreiben von Texten wie diesen. Die wahrscheinlich eh niemand liest. Aber wen kümmert das? Am Ende sprechen wir immer nur zu uns selbst. Es liegt an Dir, welche Worte du dafür wählst. Die der Liebe, oder die des Hasses.
Ich habe mich vor langem für die der Liebe entschieden.<3
Spannenderweise zeigt sich genau hieraus mittlerweile auch der Krieger. Der keine Konflikte scheut, egal mit wem, und dadurch ganz viel Wahrheit möglich macht. Ich hab es nicht so mit Religion und Indischen Gottheiten. Aber dort sieht man das in Kali, der Gefährtin von Shiva. Aha, daher mein Spitzname.

Und ja, wirklich. Ich kann nur von mir sprechen, nur aus dem was gerade in mir ist. Allem im Außen zum Trotz. Ich würde sofort unterschreiben: Mir ging es nie besser, als gerade Jetzt und Hier!!
Diese Unbedingtheit ist sicher auch daraus entstanden, dass ich die Kriege in mir nicht mehr unterdrücke, sondern damit gehe und aus dem Herzen heraus dazu stehe.
Ich wünsche diese Ehrlichkeit und diese Freiheit jedem Einzenen von uns allen. ‚#listendeeply & #standfirm, steht zu euer Wahrheit, egal was im Außen los ist.

Bleibt gesund, lasst euch nicht in die Irre führen. Bleibt einfach Jetzt und Hier, hier kann euch nichts passieren.
Namaste!

Ali / Alexander
http://www.alexanderprier.de

PS: Das ist keine Selbtbeweihräucherung! Dafür ist in meinem Leben kein Platz mehr. Kein Mensch ist mehr oder weniger wert als Du, ich, wir. Ich achte meinen Müllmann sicherlich so wie Trump, Gates und unsere Deutschen Schpwahn und S(chr)öder 😉 . Mindestens.


2 Gedanken zu “Corona & Glück.

  1. Danke Alexander für deinen Artikel,
    ich habe ihn gelesen 🙂
    ja raus in die Natur, Facebook mal auslassen tut mir gut, grad merk ich auch dass für mich wichtig ist gutes für andere tun (näh grade Masken und schick sie an Freunde).
    Lange hab ich versucht nur selbst zu wachsen, meditiert, tibetisiert, yogisiert, Selbsthilfebücher inhaliert… aber richtig glücklich hat mich das allein nie gemacht.

    Sicher sollte man selber mit sich glücklich sein, aber was in der Umwelt zu bewirken, bei Menschen zu bewirken bringt mich eher dazu freudvoll aus dem Bett rauszukommen.

    Aber natürlich kann man mit Menschen besser interagieren und was bewirken wenn man erstmal gut bei sich selbst angekommen ist 🙂 hmmmm

    Mein Blog wird übrigens momentan auch sehr wenig gelesen, hatte vor einem Jahr schon viel mehr Bewegung hier und ich überleg schon warum mach ich das, was bringt es, aber sind wir uns ehrlich, wenn es auch nur 10/ 20 Leser sind die wir mit unseren Texten inspirieren können dann ist das doch schon wunderbar?! 🙂
    Alles Liebe aus dem stillen Salzburg,
    Ute

    Gefällt 1 Person

  2. hallo ute, danke für deine lieben worte. ja, klaaaaar, der kontakt mit menschen ist superwichtig. ich kann zb gerade ganz wunderbar menschen mit focusing helfen, oder aber im coaching in der natur. in salzburg müsste markus focusing lehren, toller mensch, falls es dich interessiert, richte ihm mal liebe grüße aus. und wenn du es kennenlernen magst, können wir gerne eine session machen. unter kollegen und vor allem auch als dank für die zeit die du dir für das feedback genommen hast, schenke ich dir gerne eine session. hier gibts ein paar infos. alles liebe nach salzburg!!! ali https://shows.acast.com/die-eroberung-der-inneren-welt/episodes/1-was-ist-focusing

    Liken

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